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Aktueller Bericht der Schaffhauser Nachrichten:

Mit dem Mini durch fünfzehn Länder bis nach Thailand

Fabian Küng und seine Freundin Corinne Bächtold mit dem klassischen Mini-Oldtimer im grün-weissen Look.

Von Hermann-Luc Hardmeier

Wir haben keine Ahnung, ob wir ankommen werden», grinst Fabian Küng und ist zuversichtlich. Der ehemalige Schleitheimer hat mit seinen zwei Freunden vom Schaffhauser Autoclub Swiss-Minimalistics Grosses vor: Am Samstagmorgen starten sie in ein Abenteuer, das sie durch 15 Länder und über eine Distanz von 20 000 Kilometern bringen soll. Sie haben sich drei Monate freigenommen und die Visa für die entsprechenden Länder organisiert. Schlafen werden sie möglichst günstig, und sicherlich wird auch die eine oder andere Nacht im Mini zugebracht werden. Die Autos sind übrigens Mini-Oldtimer, welche die drei selbstständig restauriert haben. «Ich habe meine Zweifel, ob es unterwegs viele Werkstätten für Minis geben wird», sagt Fabian Küng. Der 26-jährige Servicetechniker sieht darin jedoch kein Problem. «Wir haben die Minis selbst zusammengebaut, bei Problemen können wir selber zum Schraubenzieher greifen.» Küng ist nicht nur ein Mini-Fan, sondern auch ein kleiner Mini-Fanatiker. Seit fünf Jahren lässt ihn das kleine Auto nicht mehr los. Er besitzt zwei eigene und Anteile an einem dritten. Zudem geht seine Begeisterung so weit, dass er sich sogar einen Mini als Tattoo auf seiner Haut verewigte. Als der Aktuar des Mini-Vereins an einem geselligen Abend die Thailand-Tour vorschlug, reagierten Fabian Küng, Marcel Hausherr und Ruedi Wanner deshalb spontan: «Eine Reise nach Thailand haben wir noch immer gemacht.» Zusammen ging es dann an die Planung. Kriminalität fürchtet Fabian Küng unterwegs nicht, aber die Route bereitet ihm ein wenig Kopfzerbrechen: Länder wie Iran, Pakistan oder Indien hält er für anspruchsvoll, die Härteprobe steht aber in Myanmar bevor: «Wir haben noch kein Visum, können das Land aber nicht umfahren. Wir werden deshalb einfach mal an die Grenze fahren und im Stil von ‹Hallo, da sind wir› versuchen zu passieren.» Mitverfolgen kann man die Reise auf der Homepage des Clubs (www.swiss-minimalistics.ch), auf welcher Fabian Küng ein Tour-Tagebuch mit Fotos führen wird. Die drei wollen ihre Reise möglichst unkompliziert halten. Deshalb steht das Lernen von Fremdsprachen unterwegs nicht auf dem Programm, und Fabian Küngs Freundin darf auch nicht mit: «Wir sind eine Männerrunde, das haben wir schon bei der Planung abgemacht.» Ob eine Prise weiblicher Charme oder die Kenntnis einer Fremdsprache an der Grenze zu Myanmar hilfreich wären, werden die drei somit wohl nie erfahren.

Zur Person:

Alter: 26 Zivilstand: Ledig Wohnort: Ottenach ZH Hobbys: Mini-Automobile restaurieren Aktuelle Lektüre: Noah Gordon – Der Medicus 

 


INDIEN: